Der Taktgeber der Teamwoche
„Weekly“ ist die im Büroalltag eingebürgerte Kurzform für Weekly Meeting. Gemeint ist ein fester Termin, meist am Montagvormittag oder Freitagmittag, an dem das ganze Team zusammenkommt – vor Ort, per Video oder gemischt. Die Dauer liegt üblicherweise zwischen 30 und 60 Minuten.
Der Montagstermin dient eher der Planung („Was steht diese Woche an?“), der Freitagstermin eher dem Rückblick und der Übergabe ins Wochenende. Beide Varianten haben ihre Anhänger; entscheidend ist, dass sich das Team auf einen Zeitpunkt festlegt und ihn hält.
Geleitet wird das Weekly meist von der Teamleitung. Manche Teams wechseln Moderation und Protokoll reihum – das verteilt die Arbeit und sorgt dafür, dass nicht immer dieselbe Person mitschreibt, während die anderen diskutieren. Wie so eine Rotation funktioniert, beschreibt der Ratgeber Wer schreibt Protokoll?.
Was in ein Weekly gehört
Ein Weekly ist kein Ort für tiefe Fachdiskussionen. Es soll alle auf denselben Stand bringen und die Woche ordnen:
- Rückblick: Was wurde erreicht, was ist liegen geblieben?
- Prioritäten: Was ist diese Woche am wichtigsten – für das Team, nicht nur für Einzelne?
- Abhängigkeiten: Wer wartet auf wen? Wer braucht Unterstützung?
- Termine und Abwesenheiten: Urlaube, Kundentermine, Fristen
- Offene Punkte aus der Vorwoche, bis sie erledigt sind
- Kurze Infos aus Geschäftsführung oder anderen Abteilungen
Themen, die mehr als fünf Minuten Diskussion brauchen, werden notiert und in eine eigene Runde ausgelagert. So bleibt das Weekly in der geplanten Zeit.
Weekly, Daily und Jour fixe
Das Daily Stand-up ist täglich und sehr kurz; es koordiniert den nächsten Arbeitstag. Das Weekly blickt weiter, auf eine ganze Woche, und lässt Zeit für Prioritäten und Informationen, die alle betreffen. Teams, die ein Daily haben, halten das Weekly oft schlanker – oder ersetzen es durch eine Planungsrunde am Wochenbeginn.
Der Jour fixe ist ebenfalls regelmäßig, findet aber meist in einer kleinen, festen Runde statt, oft auch mit Externen, und arbeitet konkrete Sachthemen ab. Das Weekly ist dagegen das Treffen des ganzen Teams.
Wann ein schriftliches Update reicht
Besteht ein Weekly nur noch aus Statusmeldungen, die jede:r der Reihe nach vorliest, lässt es sich oft durch ein schriftliches Wochenupdate ersetzen – ein klassischer Fall für asynchrone Kommunikation. Alle tragen bis Montag 10 Uhr drei Zeilen ein, das Team liest selbst.
Das gemeinsame Treffen lohnt sich dann wieder für das, was schriftlich schlecht funktioniert: Prioritäten aushandeln, Konflikte klären, gemeinsam entscheiden. Viele Teams kombinieren beides – ein kurzes schriftliches Update und ein Weekly von 30 Minuten, das nur noch die offenen Fragen behandelt.
Weekly Marketing · Montag, 9:30–10:00 Uhr · Teams
Rückblick: Newsletter verschickt; Produktvideo noch beim Kunden zur Freigabe.
Prioritäten der Woche: 1. Messeunterlagen fertigstellen (Abgabe Druckerei Donnerstag), 2. Kampagne für den Herbst grob planen.
Abhängigkeiten: Sarah Gruber braucht bis Dienstag die Produktfotos von Lukas Berger.
Abwesend: Anna Hofer Mittwoch und Donnerstag. Ausgelagert: Budgetfrage zur Messe – Termin mit der GF am Mittwoch.
Dieser Eintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung.