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Kundenübergabe: Vorlage, damit der Kunde nichts zweimal erzählen muss.

Im Verkauf hat der Kunde erklärt, was er braucht, und Zusagen bekommen. Wenn danach ein anderes Team übernimmt, geht genau das gern verloren. Die Vorlage sammelt vor dem Übergabetermin alles, was die neue Betreuung wissen muss – vor allem, was versprochen wurde.

Kundenübergabe
KUNDENÜBERGABE

ÜBERGABE
Kunde: …
Von: … an: …
Datum der internen Übergabe: …
Gemeinsamer Termin mit dem Kunden am: …

VERTRAG
Produkt / Leistung, Umfang: …
Preis, Laufzeit, Kündigungsfrist: …
Sondervereinbarungen: …
Wo liegen Angebot und Vertrag? …

WARUM DER KUNDE GEKAUFT HAT
Ausgangsproblem: …
Ziel, an dem er uns messen wird: …
Warum wir und nicht der Mitbewerb: …

ZUGESAGT IM VERKAUF
- … (wann, von wem, schriftlich? [ ] ja [ ] nein)
- …

ANSPRECHPERSONEN
Entscheidet: …
Arbeitet täglich damit: …
Skeptisch / kritisch: …
Erreichbarkeit, bevorzugter Kanal: …

TECHNIK UND RAHMEN
Vorhandene Systeme, Schnittstellen, Besonderheiten: …
Wichtige Termine beim Kunden (Saison, Stichtage, Urlaub): …

RISIKEN UND ERWARTUNGEN
Was könnte schiefgehen? …
Hohe oder unrealistische Erwartungen: …

ERSTE SCHRITTE
[ ] … – wer – bis wann
[ ] … – wer – bis wann
Vertrieb bleibt erreichbar für Rückfragen bis: …
Wann du sie brauchst
  • Nach dem Abschluss, wenn Customer Success, Projektteam oder Kundenservice übernimmt
  • Wenn eine Betreuerin oder ein Betreuer das Unternehmen verlässt oder das Gebiet wechselt
  • Bei Urlaubsvertretung für wichtige Kunden
  • Vor dem Onboarding-Call mit dem Kunden
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Ausgefülltes Beispiel

Eine Übergabe mit einer heiklen Zusage.

Erfunden: Ein Anbieter von Software für Personalverwaltung übergibt einen neuen Kunden vom Vertrieb an die Kundenbetreuung.

Kundenübergabe · Elektro Brandstätter GmbH
Übergabe

Von Lukas Haider (Vertrieb) an Anna Schuster (Customer Success) · intern am 12. Oktober · gemeinsamer Termin mit dem Kunden am 15. Oktober

Vertrag

Personalverwaltung mit Urlaubs- und Zeitmodul für 85 Beschäftigte · 12 Monate fix, danach monatlich kündbar

Sondervereinbarung: Einrichtung zum halben Preis, weil Abschluss vor Quartalsende · Vertrag im CRM unter dem Kunden

Warum gekauft

Urlaubsanträge auf Papier, Monteure auf Baustellen, Freigaben dauern oft eine Woche.

Gemessen wird: „Ein Monteur beantragt Urlaub vom Handy und hat am selben Tag eine Antwort.“

Gegen den Mitbewerb gewonnen wegen der Zeiterfassung für Baustellen.

Zugesagt im Verkauf

Start mit allen Beschäftigten bis 1. Dezember – schriftlich im Angebot.

Import der Resturlaube aus Excel durch uns – nur mündlich im Termin am 25. September. Achtung: Ist kein Standard, Aufwand mit Technik klären.

Ansprechpersonen

Entscheidet: Ing. Werner Brandstätter, Geschäftsführung.

Arbeitet täglich damit: Sonja Kern, Personalbüro, bevorzugt Telefon.

Skeptisch: Polier Gerhard Pointner – fürchtet, dass seine Leute mit der Software nicht zurechtkommen.

Technik und Rahmen

Lohnverrechnung extern, Export nötig · Sonja Kern ist vom 3. bis 14. November auf Urlaub.

Risiken und erste Schritte

Risiko: Start 1. Dezember wird knapp, wenn der Urlaub von Frau Kern nicht eingeplant ist.

Anna Schuster klärt den Resturlaubs-Import mit der Technik – bis 14. Oktober.

Anna Schuster plant eine Einschulung direkt auf der Baustelle mit Herrn Pointner – Termin im Kundentermin fixieren.

Lukas Haider bleibt für Rückfragen zum Vertrag erreichbar bis Jahresende.

Tipps

So kommt beim neuen Team alles an.

Zusagen einzeln auflistenGerade mündliche Zusagen aus dem Verkauf entscheiden, ob der Kunde zufrieden startet. Jede gehört einzeln in die Übergabe, mit dem Hinweis, ob sie schriftlich vorliegt.
Das Ziel in KundenwortenWoran der Kunde den Erfolg misst, sollte wörtlich übergeben werden. Das neue Team weiß dann genau, worauf es in den ersten Wochen ankommt.
Skeptiker benennenWer im Verkauf gebremst hat, bremst oft auch in der Einführung. Wenn das Team die Person kennt, kann es sie früh einbinden statt später gegen sie zu arbeiten.
Gemeinsamer Termin mit dem KundenEin kurzer Call, in dem der Vertrieb die neue Betreuung vorstellt, zeigt dem Kunden, dass nichts verloren geht. Und er kann gleich korrigieren, was falsch übergeben wurde.
Unterlagen verlinken, nicht beschreibenAngebot, Vertrag, Gesprächsnotizen: Schreib dazu, wo sie liegen. So musst du nichts abtippen und die Kollegin liest die Originale.
Rückfragen einplanenLeg fest, wie lange der Vertrieb für Fragen erreichbar bleibt. Danach ist klar, wer zuständig ist. Mehr im Ratgeber Übergabe von Sales an Customer Success.
Typische Fehler
  • Übergabe nur per Weiterleitung des Vertrags
  • Mündliche Zusagen aus dem Verkauf werden nicht erwähnt
  • Der Kunde muss seine Ausgangslage im Onboarding noch einmal erzählen
  • Kritische Personen beim Kunden bleiben unerwähnt
  • Keine gemeinsame Vorstellung der neuen Betreuung

Diese Vorlage dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung. Prüfe sie vor der Verwendung auf deinen Einzelfall.

Häufige Fragen
Was gehört in eine Kundenübergabe?

Vertrag und Sondervereinbarungen, das Ausgangsproblem, das Ziel des Kunden, alle Zusagen aus dem Verkauf, die Ansprechpersonen mit ihren Rollen, technische Besonderheiten, Risiken und die ersten Schritte.

Wann sollte die Übergabe an Customer Success stattfinden?

Direkt nach dem Abschluss, bevor der Kunde mit dem Onboarding beginnt. Ideal ist, wenn die neue Betreuung schon beim letzten Verkaufsgespräch kurz dabei war.

Wer schreibt die Übergabe?

Der Vertrieb, weil er die Vorgeschichte kennt. Die übernehmende Person liest sie vorher und bringt Fragen in den internen Termin mit.

Wie geht es nach der Übergabe weiter?

Mit dem ersten Termin beim Kunden. Dafür gibt es die Vorlage für den Onboarding-Call.

Protokoll schreiben?
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