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Account-Plan: Vorlage für Kunden, die du nicht dem Zufall überlässt.

Ein Account-Plan beantwortet für einen wichtigen Kunden drei Fragen: Wo stehen wir, wo wollen wir in einem Jahr sein und was tun wir dafür. Die Vorlage passt auf eine Seite, damit sie im Alltag gelesen und nicht nur zum Jahresgespräch hervorgeholt wird.

Account-Plan
ACCOUNT-PLAN

KUNDE
Firma, Branche, Standorte: …
Kunde seit: …
Verantwortlich bei uns: …
Stand vom: …

GESCHÄFT DES KUNDEN
Was verkauft er, an wen? …
Was beschäftigt ihn gerade (Wachstum, Druck, Projekte)? …

ANSPRECHPERSONEN
Name – Rolle – Einfluss (hoch / mittel / gering) – Haltung zu uns (+ / 0 / −) – zuletzt gesprochen
… – … – … – … – …
Wen kennen wir noch nicht, sollten es aber? …

UMSATZ
Letztes Jahr: …
Laufendes Jahr bisher: …
Nach Produkten / Leistungen: …
Unser Anteil an seinem Bedarf (geschätzt): …

ZIELE FÜR DIE NÄCHSTEN 12 MONATE
1. …
2. …

CHANCEN
- … (Wert, Zeitpunkt)

RISIKEN
- … (wie wahrscheinlich, was tun wir dagegen)

MASSNAHMEN
[ ] … – wer – bis wann
[ ] … – wer – bis wann

NÄCHSTE ÜBERPRÜFUNG
…
Wann du sie brauchst
  • Für die wenigen Kunden, die einen großen Teil deines Umsatzes ausmachen
  • Vor dem Jahres- oder Quartalsgespräch mit einem Schlüsselkunden
  • Wenn mehrere im Team mit demselben Kunden arbeiten
  • Bei Kunden mit Potenzial, das bisher nicht genutzt wird
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Ausgefülltes Beispiel

Ein Feinkosthersteller, bei dem nur die Hälfte drin ist.

Erfunden: Ein Hersteller von Lebensmittelverpackungen plant das nächste Jahr mit einem seiner größten Kunden.

Account-Plan · Feinkost Strasser · Stand Oktober
Kunde

Feinkost Strasser, Aufstriche und Antipasti für den Lebensmittelhandel, ein Werk, rund 90 Beschäftigte · Kunde seit 2019 · verantwortlich: Daniel Fuchs

Geschäft des Kunden

Wächst mit Eigenmarken für zwei Handelsketten. Handel verlangt bis 2028 weniger Kunststoff in der Verpackung.

Ansprechpersonen

Gabriele Strasser – Geschäftsführung – hoch – + – Juni

Philipp Ortner – Einkauf – hoch – 0 – laufend

Nina Graf – Qualitätsmanagement – mittel – + – September

Noch nicht bekannt: neue Leitung Produktentwicklung, seit August im Haus.

Umsatz

Letztes Jahr 410.000 €, laufendes Jahr bis September 330.000 €.

Fast nur Becher und Deckel, Etiketten und Kartons kauft er woanders. Unser Anteil am Verpackungsbedarf geschätzt die Hälfte.

Ziele

1. Becher aus Monomaterial für die Eigenmarken bis Mitte nächsten Jahres freigegeben.

2. Kartonagen für mindestens eine Produktlinie übernehmen.

Chancen und Risiken

Chance: Umstellung auf recyclingfähige Becher, ab Herbst nächsten Jahres alle Eigenmarken.

Risiko: Einkauf holt für die Umstellung Vergleichsangebote ein. Gegenmittel: Musterserie früher als der Mitbewerb, Prüfberichte direkt an Nina Graf.

Maßnahmen

Daniel Fuchs vereinbart ein Kennenlernen mit der neuen Leitung Produktentwicklung – bis 31. Oktober.

Technik (Hannes Weber) liefert 500 Musterbecher aus Monomaterial – bis 20. November.

Daniel Fuchs bereitet ein Angebot für Kartons der Antipasti-Linie vor – bis Jahresende.

Nächste Überprüfung

Jänner (Januar), vor dem Jahresgespräch mit Gabriele Strasser

Tipps

Damit der Account-Plan lebt.

Eine Seite, nicht zwölfLange Account-Pläne entstehen einmal im Jahr und werden dann nie wieder geöffnet. Eine Seite liest du vor jedem wichtigen Termin.
Beziehungen ehrlich bewertenTrag ein, wer euch wohlgesonnen ist und wer skeptisch. Ein Kunde, bei dem du nur eine Person kennst, ist ein Risiko – egal wie gut diese Beziehung ist.
Aus Sicht des Kunden denkenBeginn mit dem, was den Kunden gerade beschäftigt. Ziele, die nur deinen Umsatz meinen, sind schwer zu erreichen, wenn sie ihm nicht auch helfen.
Maßnahmen mit Namen und Datum„Beziehung ausbauen“ ist kein Plan. „Kennenlernen mit der neuen Produktentwicklung bis Ende Oktober“ schon.
Aus Gesprächen speisenDie besten Hinweise für Chancen und Risiken stecken in Gesprächsnotizen und Besuchsberichten. Lies sie vor der Überprüfung durch. Wie du alles zu einem Kunden an einem Ort sammelst, steht im Ratgeber Kundenhistorie aufbauen.
Regelmäßig überprüfenLeg den nächsten Termin für die Überprüfung gleich fest, etwa vor jedem Quartalsgespräch. Ein Plan vom Vorjahr hilft niemandem.
Typische Fehler
  • Account-Plan für jeden Kunden statt nur für die wichtigen
  • Nur eine Ansprechperson beim Kunden bekannt
  • Ziele ohne Bezug zu den Plänen des Kunden
  • Maßnahmen ohne Verantwortliche und Termine
  • Plan einmal erstellt und nie aktualisiert

Diese Vorlage dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung. Prüfe sie vor der Verwendung auf deinen Einzelfall.

Häufige Fragen
Was ist ein Account-Plan?

Ein schriftlicher Plan für einen einzelnen wichtigen Kunden: Ausgangslage, Ansprechpersonen, Umsatz, Ziele, Chancen, Risiken und konkrete Maßnahmen. Im Key-Account-Management ist er das zentrale Arbeitsdokument.

Für welche Kunden lohnt sich ein Account-Plan?

Für die Kunden mit dem größten Umsatz oder dem größten Potenzial. Meist sind das nur wenige – ein Plan für jeden Kunden kostet mehr Zeit, als er bringt.

Wie oft sollte man einen Account-Plan aktualisieren?

Mindestens vierteljährlich und nach jedem Ereignis, das die Lage ändert, etwa einem Wechsel der Ansprechperson oder einer verlorenen Ausschreibung.

Woher bekomme ich die Informationen für den Account-Plan?

Aus Gesprächen, Besuchsberichten, Umsatzzahlen und den Websites oder Berichten des Kunden. Mit noteit Pro kannst du in Claude „Brief mich zu …“ fragen und bekommst Entscheidungen, offene Punkte und Zusagen aus allen aufgezeichneten Meetings mit diesem Kunden.

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