Anforderungsworkshop: Vorlage, die aus Wünschen Anforderungen macht.
Im Anforderungsworkshop erzählen die Leute aus dem Fachbereich, wie sie heute arbeiten und was ein neues System können muss. Die Vorlage hilft, daraus nummerierte, prüfbare Anforderungen zu machen – mit Priorität und mit dem Namen der Person, von der sie stammt.
ANFORDERUNGSWORKSHOP RAHMENDATEN Projekt: … Workshop Nr. / Thema: … Datum / Ort oder Tool: … Moderation: … · Protokoll: … Teilnehmende und Rolle: … ZIEL UND ABGRENZUNG Heute geht es um: … Heute nicht: … IST-ABLAUF 1. … 2. … 3. … PROBLEME HEUTE - … (genannt von: …) ANFORDERUNGEN ID – Anforderung (Das System muss / soll …) – Priorität (Must / Should / Could / Won't) – Quelle – Akzeptanzkriterium A-01 – … – … – … – … A-02 – … – … – … – … QUALITÄT UND RAHMENBEDINGUNGEN Bedienung / Geräte: … Datenschutz und Speicherort: … Leistung / Verfügbarkeit: … Schnittstellen zu bestehenden Systemen: … BEGRIFFE … = … KONFLIKTE ZWISCHEN ANFORDERUNGEN A-… widerspricht A-…: … – entscheidet: … OFFENE FRAGEN [ ] … – wer klärt – bis wann NÄCHSTE SCHRITTE Protokoll zur Prüfung an alle bis … Nächster Workshop / Lastenheft / Backlog: …
- Vor der Auswahl oder Entwicklung einer Software
- Als Grundlage für ein Lastenheft oder ein Product Backlog
- Wenn mehrere Abteilungen unterschiedliche Erwartungen an dasselbe System haben
- Bei der Ablöse eines alten Systems, das niemand mehr vollständig kennt
noteit schreibt deine Calls mit und füllt Zusammenfassung, Entscheidungen und To-dos automatisch aus – in Teams, Zoom & Co.
Ein Fahrradhändler will den Reparaturstatus online zeigen.
Erfundenes Beispiel: Ein E-Bike-Händler bekommt täglich Anrufe mit der Frage „Ist mein Rad schon fertig?“. Im Workshop sitzen Werkstatt, Verkauf, Inhaber und der IT-Dienstleister.
13. November, 16:00–18:00, Schauraum
Michael Ebner (Inhaber), Stefan Wurm (Werkstattleitung), Nadine Kurz (Verkauf und Annahme), Lukas Haslinger (IT-Dienstleister, Moderation und Protokoll)
Heute: Reparaturannahme bis Abholung. Nicht heute: Onlineshop, Verkauf neuer Räder.
Annahme mit Papierzettel am Rad, Werkstatt notiert Arbeiten auf dem Zettel, Kunde wird bei Fertigstellung angerufen.
Probleme: viele Nachfragen per Telefon (Nadine Kurz), Freigaben für Mehrkosten erreichen Kund:innen oft erst nach Tagen (Stefan Wurm), Zettel gehen verloren (alle).
A-01 – Kund:innen sehen über einen Link den Status ihrer Reparatur – Must – Nadine Kurz – Status ändert sich innerhalb einer Minute nach Eintrag in der Werkstatt.
A-02 – Bei Fertigstellung kommt automatisch eine Nachricht – Must – Michael Ebner – SMS oder E-Mail, je nach Angabe bei der Annahme.
A-03 – Mehrkosten über einem festgelegten Betrag können online freigegeben werden – Should – Stefan Wurm – Freigabe oder Ablehnung mit einem Klick, Werkstatt sieht das Ergebnis sofort.
A-04 – Kund:innen buchen den Servicetermin online – Could – Michael Ebner.
A-05 – Online bezahlen – Won't (diesmal nicht) – Michael Ebner: Bezahlung bleibt bei der Abholung.
Am Handy bedienbar, ohne App-Installation · Werkstatt arbeitet mit einem Tablet · Kundendaten in der EU gespeichert.
A-03: Werkstatt will Freigaben ab 50 €, Verkauf erst ab 150 €, weil Kund:innen kleine Beträge am Telefon lieber besprechen. Entscheidet: Michael Ebner bis zum nächsten Workshop.
Lukas Haslinger prüft, ob die Kassensoftware eine Schnittstelle für Kundendaten hat – bis 20. November.
Nadine Kurz zählt eine Woche lang die Status-Anrufe – bis 21. November.
Protokoll an alle zur Prüfung bis 15. November · Workshop 2 (Annahme am Tablet) am 27. November.
Woran eine gute Anforderung zu erkennen ist.
- Lösungen statt Anforderungen („wir brauchen ein Dashboard“)
- Alles ist gleich wichtig
- Keine Akzeptanzkriterien – später ist strittig, ob etwas erfüllt ist
- Nur Führungskräfte im Workshop, keine Anwender:innen
- Widersprüche zwischen Abteilungen werden überspielt statt notiert
Diese Vorlage dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung. Prüfe sie vor der Verwendung auf deinen Einzelfall.
Was ist der Unterschied zwischen Lastenheft und Pflichtenheft?
Im Lastenheft beschreibt der Auftraggeber, was er braucht. Im Pflichtenheft beschreibt der Auftragnehmer, wie er diese Anforderungen umsetzen will. Ein Anforderungsworkshop liefert typischerweise den Inhalt fürs Lastenheft.
Was bedeutet MoSCoW?
Eine Methode zur Priorisierung: Must have, Should have, Could have und Won't have (this time). So wird sichtbar, was zwingend ist und was bewusst wegfällt.
Wer sollte am Anforderungsworkshop teilnehmen?
Menschen, die den Ablauf heute wirklich erledigen, dazu jemand, der Prioritäten entscheiden darf, und die Umsetzungsseite. Sechs bis acht Personen sind meist das Maximum, damit alle zu Wort kommen.
Kann ich den Workshop aufnehmen, statt mitzuschreiben?
Wenn alle einverstanden sind, ja. noteit schreibt Online-Workshops mit und liefert ein Transkript mit Zeitstempeln, in dem du nachlesen kannst, wie eine Anforderung gemeint war – bei vielen Stimmen ist die Zuordnung zu Personen allerdings weniger zuverlässig. Die nummerierte Liste ersetzt das Transkript nicht, sie entsteht damit nur schneller.
Wie werden aus den Anforderungen User Stories?
Jede Anforderung lässt sich aus Sicht der Person formulieren, die davon profitiert, und mit Akzeptanzkriterien ergänzen. Wie das aussieht, zeigt die User-Story-Vorlage.
Protokoll schreiben?
Macht ab jetzt noteit.
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