User Story: Vorlage mit Akzeptanzkriterien und Beispiel.
Eine User Story beschreibt eine Anforderung aus Sicht der Person, die davon etwas hat – kurz genug für eine Karteikarte. Erst die Akzeptanzkriterien machen sie aber umsetzbar: Sie legen fest, woran alle erkennen, dass die Story fertig ist.
USER STORY KOPF ID: … Titel (kurz, aktiv): … Gehört zu Epic: … Eingebracht von: … STORY Als [Rolle] … möchte ich [Ziel / Funktion] …, damit [Nutzen] …. AKZEPTANZKRITERIEN 1. Gegeben …, wenn …, dann … 2. Gegeben …, wenn …, dann … 3. … NICHT TEIL DIESER STORY - … HINWEISE Fachliche Details, Entwürfe, Links: … Abhängigkeiten: … Offene Fragen: … SCHÄTZUNG … Punkte (geschätzt am … von den Developers) CHECK (INVEST) [ ] Independent – möglichst unabhängig von anderen Stories [ ] Negotiable – Details sind noch verhandelbar [ ] Valuable – hat für jemanden einen erkennbaren Nutzen [ ] Estimable – das Team kann sie schätzen [ ] Small – passt in einen Sprint [ ] Testable – Akzeptanzkriterien sind prüfbar
- Einträge im Product Backlog formulieren
- Anforderungen aus Kundengesprächen oder Workshops festhalten
- Große Wünsche (Epics) in umsetzbare Stücke teilen
- Gemeinsames Verständnis zwischen Fachbereich und Entwicklung herstellen
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Eine Story aus dem Refinement, fertig zum Umsetzen.
Erfundenes Beispiel, das an die Refinement-Vorlage anschließt: Aus der zu großen Story „Terminerinnerung“ wurden drei kleinere. Das ist die erste davon.
Epic: PP-201 Weniger versäumte Termine · eingebracht von Theresa Mayr (Physiotherapie Mayr)
Als Patientin einer Physiotherapie-Praxis möchte ich 24 Stunden vor meinem Termin eine Erinnerung per E-Mail bekommen, damit ich ihn nicht vergesse oder rechtzeitig absagen kann.
1. Gegeben ein gebuchter Termin mit E-Mail-Adresse, wenn es 24 Stunden vor Terminbeginn ist, dann wird eine Erinnerung verschickt.
2. Gegeben ein Termin, der weniger als 24 Stunden im Voraus gebucht wurde, wenn er gespeichert wird, dann wird keine Erinnerung verschickt.
3. Gegeben ein abgesagter Termin, wenn der Zeitpunkt der Erinnerung erreicht ist, dann wird nichts verschickt.
4. Die E-Mail enthält Datum, Uhrzeit, Name der Praxis, Adresse und Telefonnummer.
Absagen direkt aus der Mail (PP-216) · Erinnerung per SMS (PP-215) · eigener Text der Praxis (PP-212)
Absender: Name der Praxis, nicht „Praxisplan“ – Wunsch aus dem Refinement am 5. November.
Patient:innen ohne E-Mail-Adresse bekommen keine Erinnerung; das ist für diese Story in Ordnung.
5 Punkte, geschätzt am 5. November · INVEST-Check bestanden
Was eine Story umsetzbar macht.
- Rolle „Benutzer“ für alles
- Fehlender Nutzen – nur „Als … möchte ich …“
- Keine Akzeptanzkriterien oder nur der Normalfall
- Story so groß, dass sie über mehrere Sprints läuft
- Lösung vorgeschrieben statt Problem beschrieben
Diese Vorlage dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung. Prüfe sie vor der Verwendung auf deinen Einzelfall.
Was ist der Unterschied zwischen User Story und Epic?
Ein Epic ist ein großer Wunsch, der nicht in einen Sprint passt, etwa „weniger versäumte Termine“. Er wird in mehrere User Stories geteilt, die jeweils einzeln umgesetzt werden können.
Schreibt der Scrum Guide User Stories vor?
Nein. Der Scrum Guide spricht nur von Product-Backlog-Items und schreibt kein Format vor. User Stories sind eine verbreitete Methode, um diese Items zu formulieren.
Wer schreibt User Stories?
Verantwortlich für das Product Backlog ist der Product Owner. Formulieren können Stories aber alle, die den Bedarf kennen – oft entstehen sie gemeinsam im Backlog Refinement.
Was bedeutet „Gegeben – wenn – dann“?
Ein Format für Akzeptanzkriterien, im Englischen „Given – When – Then“: Ausgangslage, Auslöser, erwartetes Ergebnis. Es zwingt dazu, prüfbar zu formulieren, und lässt sich direkt in Testfälle übersetzen.
Protokoll schreiben?
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