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Onboarding-Plan: Vorlage für die ersten 90 Tage.

Ob jemand gut ankommt, entscheidet sich oft schon vor dem ersten Arbeitstag. Der Onboarding-Plan legt fest, wer wann was vorbereitet, was die neue Person in welcher Woche lernt und wann ihr miteinander redet – damit Einarbeitung nicht vom Zufall abhängt.

Onboarding-Plan
ONBOARDING-PLAN

RAHMENDATEN
Neue:r Mitarbeiter:in: …
Funktion / Team: …
Erster Arbeitstag: …
Führungskraft: …
Pate / Patin: …
Ende der Probezeit: … · Ende der Einarbeitung: …

VOR DEM ERSTEN TAG
[ ] Willkommensmail mit Uhrzeit, Ort, Ansprechperson, Ablauf Tag 1 – bis: …
[ ] Anmeldung zur Sozialversicherung (AT: vor Arbeitsantritt bei der ÖGK) – wer: …
[ ] Arbeitsplatz, Laptop, Telefon, Schlüssel / Karte – wer: …
[ ] Zugänge (E-Mail, Systeme, Laufwerke) beantragt – wer: …
[ ] Team über den Start informiert – wer: …

ERSTER TAG
[ ] Begrüßung durch Führungskraft, Rundgang, Vorstellung im Team
[ ] Arbeitsmittel übergeben (Übergabeprotokoll)
[ ] Sicherheitsunterweisung vor Aufnahme der Tätigkeit (AT: § 14 ASchG, DE: § 12 ArbSchG)
[ ] Dienstzettel (AT) bzw. Nachweis der Arbeitsbedingungen (DE), soweit noch nicht erfolgt
[ ] Datenschutz- und IT-Regeln erklärt
[ ] Mittagessen mit Pate / Patin oder Team

ERSTE WOCHE
Lernziele: …
Wichtige Ansprechpersonen kennenlernen: …
Erste kleine, abgeschlossene Aufgabe: …
Kurzes Gespräch mit Führungskraft am Ende der Woche: …

ERSTER MONAT
Lernziele: …
Aufgaben, die selbstständig laufen sollen: …
Schulungen: …
Feedbackgespräch am: …

MONAT 2 UND 3
Lernziele / Verantwortung: …
Probezeitgespräch bzw. Einarbeitungsgespräch am: …
Ziele für danach vereinbaren am: …

RÜCKMELDUNG ZUM ONBOARDING
Was hat geholfen: …
Was hat gefehlt: …
Was ändern wir für die nächste Person: …
Wann du sie brauchst
  • Neue Mitarbeiterin oder neuer Mitarbeiter fängt an
  • Interner Wechsel in ein anderes Team oder eine neue Rolle
  • Rückkehr nach langer Abwesenheit, wenn sich vieles geändert hat
  • Mehrere Einstellungen gleichzeitig, die einheitlich eingearbeitet werden sollen
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Ausgefülltes Beispiel

Ein Plan, der schon vor Tag 1 beginnt.

Erfundenes Beispiel aus einem Architekturbüro in Österreich, neue Projektassistenz. Jeder Punkt hat einen Namen dahinter – und die Einarbeitung endet mit einer Frage an die neue Kollegin, was besser laufen könnte.

Onboarding-Plan · Julia Steininger, Projektassistenz
Rahmendaten

Architekturbüro Berger · Start 3. November · Führungskraft: Michael Berger · Patin: Sonja Hofer (Projektleitung) · Probemonat bis 2. Dezember

Vor dem ersten Tag

Sonja Hofer schickt die Willkommensmail mit Ablauf Tag 1 – bis 28. Oktober.

Michael Berger meldet bei der ÖGK an und bereitet den Dienstzettel vor – bis 31. Oktober.

IT-Dienstleister richtet Laptop, E-Mail, Planserver und Zeiterfassung ein – bis 31. Oktober.

Erster Tag

9:00 Begrüßung und Rundgang · 10:00 Arbeitsplatz, Laptop, Schlüssel · 11:00 Sicherheitsunterweisung Büro und Baustellenbesuche · 12:30 Mittagessen mit dem Team · 14:00 Ablagesystem und Projektordner mit Sonja Hofer

Erste Woche

Lernziel: Projektordner-Struktur und Planlisten verstehen.

Erste Aufgabe: Protokoll der Baubesprechung Wohnanlage Gartenstraße schreiben, Durchsicht mit Sonja.

Freitag 15:00: 20 Minuten mit Michael Berger – was ist klar, was nicht?

Erster Monat

Selbstständig: Terminkoordination mit Fachplanern, Planversand, Rechnungsprüfung Kleinbeträge.

Probezeitgespräch: 24. November (vor Ende des Probemonats).

Monat 2 und 3

Eigenständige Betreuung von zwei kleineren Projekten.

Einarbeitungsgespräch und Zielvereinbarung: 2. Februar.

Rückmeldung

Julia: Patin war Gold wert; gefehlt hat eine Liste, wer bei welchem Fachplaner Ansprechperson ist.

Ändern: Kontaktliste kommt in die Willkommensmappe – Sonja Hofer, bis Ende Februar.

Tipps

Damit der Start gelingt.

Jeder Punkt hat einen Namen„Laptop wird vorbereitet“ heißt, dass es niemand macht. Schreib zu jedem Punkt, wer zuständig ist und bis wann – auch für Dinge, die selbstverständlich wirken.
Pflichten nicht vergessenIn Österreich ist die Anmeldung zur Sozialversicherung vor Arbeitsantritt fällig und der Dienstzettel unverzüglich nach Beginn (§ 2 AVRAG). In Deutschland müssen nach dem Nachweisgesetz erste Angaben schon am ersten Arbeitstag vorliegen. Die Sicherheitsunterweisung gehört in beiden Ländern vor die erste Arbeit.
Eine Patin, die Zeit hatDie beste Patin nützt nichts, wenn sie gerade selbst im Projektstress steckt. Plan für sie in den ersten Wochen bewusst Zeit ein und sag ihr, was du von ihr erwartest.
Früh etwas abschließen lassenEine kleine Aufgabe, die in der ersten Woche fertig wird, gibt mehr Sicherheit als zehn Schulungen. Wähle etwas mit echtem Nutzen, nicht eine Übungsaufgabe.
Gespräche an die Probezeit anpassenIn Österreich endet die Probezeit meist nach einem Monat – das Probezeitgespräch muss also in Woche drei liegen. In Deutschland mit bis zu sechs Monaten reicht ein Zwischengespräch zur Halbzeit und eines mit Puffer vor dem Ende.
Die neue Person fragenNiemand sieht Lücken im Onboarding so klar wie jemand, der es gerade erlebt hat. Frag am Ende ausdrücklich, was gefehlt hat, und bessere den Plan sofort nach.
Typische Fehler
  • Laptop und Zugänge sind am ersten Tag nicht da
  • Kein fester Ansprechpartner – „frag einfach irgendwen“
  • Die erste Woche besteht nur aus Lesen und Schulungsvideos
  • Das erste Gespräch findet erst am Ende der Probezeit statt
  • Der Plan wird nach jeder Einstellung neu erfunden statt verbessert

Die Hinweise auf dieser Seite geben einen allgemeinen Überblick und ersetzen keine Rechtsberatung. Was für dich gilt, regeln Gesetz, Statuten bzw. Satzung oder Vertrag im Einzelfall.

Häufige Fragen
Wie lange dauert ein Onboarding?

Die formale Einarbeitung läuft meist drei bis sechs Monate, je nach Rolle. Ein Plan für die ersten 90 Tage deckt die wichtigste Phase ab.

Was gehört in einen Onboarding-Plan?

Vorbereitung vor dem ersten Tag, Ablauf des ersten Tages, Lernziele für erste Woche, ersten Monat und die Folgemonate, feste Ansprechpersonen und Termine für Feedback- und Probezeitgespräche.

Wer ist für das Onboarding verantwortlich?

Die direkte Führungskraft trägt die Verantwortung, HR kümmert sich um Vertrag, Anmeldung und Formalitäten, Pate oder Patin um den Alltag. Wichtig ist, dass im Plan steht, wer was macht.

Was ist der Unterschied zwischen Mitarbeiter- und Kunden-Onboarding?

Hier geht es um neue Kolleg:innen im Unternehmen. Für den Start mit neuen Kund:innen gibt es die Vorlage Onboarding-Call.

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