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Brainstorming-Protokoll: Vorlage, die keine Idee verliert.

Beim Brainstorming entstehen in 20 Minuten 40 Ideen – und im Protokoll landen oft nur die drei, an die sich jemand erinnert. Diese Vorlage trennt die beiden Phasen sauber: erst alle Ideen ungefiltert sammeln, dann ordnen, bewerten und entscheiden, was weiterverfolgt wird.

Brainstorming-Protokoll
BRAINSTORMING-PROTOKOLL

RAHMEN
Datum: …   Dauer: …   Ort / Tool: …
Teilnehmende: …
Moderation: …   Protokoll: …
Methode: [ ] klassisch  [ ] 6-3-5  [ ] Brainwriting  [ ] Sonstiges: …

FRAGESTELLUNG
Wie können wir …?
Rahmenbedingungen (Budget, Zeit, Muss-Kriterien): …

REGELN FÜR DIE SAMMELPHASE
Keine Kritik, keine Bewertung – erst später.
Menge vor Qualität.
Ungewöhnliche Ideen sind willkommen.
Ideen anderer aufgreifen und weiterdenken.

IDEENLISTE (ungefiltert, durchnummeriert)
1. …
2. …
3. …

CLUSTER
Gruppe A – …: Ideen Nr. …
Gruppe B – …: Ideen Nr. …

BEWERTUNG
Verfahren: … (z. B. je Person drei Punkte)
Idee Nr. … : … Punkte
Idee Nr. … : … Punkte

WIR VERFOLGEN WEITER
Idee … – nächster Schritt: … – wer – bis wann

IDEENSPEICHER (für später)
- …
Wann du sie brauchst
  • Ideensuche für ein Produkt, eine Kampagne, einen Namen oder ein Event
  • Lösungssuche für ein konkretes Problem im Team
  • Kreative Phase in einem Workshop oder einer Klausur
  • Online-Brainstormings mit digitalem Whiteboard
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Ausgefülltes Beispiel

Ein Brainstorming für einen Verein.

Erfunden: Der Vorstand eines Sportvereins sucht Ideen, um mehr Jugendliche im Alter von 14 bis 18 zu halten. 30 Minuten Sammeln, 15 Minuten Ordnen und Bewerten. Die Ideenliste ist hier gekürzt.

Brainstorming · SV Lindenau · Jugendliche halten
Rahmen

Donnerstag, 22. Oktober, 19:00–19:45 · Vereinsheim · 7 Teilnehmende

Moderation: Lisa Brunner · Protokoll: Andreas Huber · Methode: klassisch, Ideen auf Karten

Fragestellung

Wie schaffen wir es, dass Jugendliche ab 14 im Verein bleiben, statt aufzuhören?

Rahmen: kein zusätzliches Budget über 1.500 € im Jahr, Trainingszeiten in der Halle sind fix.

Ideenliste (Auszug aus 31 Ideen)

1. Jugendliche als Hilfstrainer:innen bei den Kleinen einsetzen

4. Eigene Freizeitmannschaft ohne Meisterschaftsdruck

7. Trainingszeiten nach den Schularbeiten-Wochen richten

12. Gruppenchat nur für die Jugend, von ihnen selbst geführt

15. Übungsleiter-Ausbildung ab 16 bezahlen

22. Jährliches Turnier, das die Jugend selbst organisiert

27. Rabatt auf den Mitgliedsbeitrag bei Mithilfe am Vereinsfest

Cluster

Verantwortung übernehmen: 1, 15, 22

Weniger Druck, mehr Flexibilität: 4, 7

Zugehörigkeit: 12, 27

Bewertung (je drei Punkte)

Idee 1: 6 Punkte · Idee 15: 5 Punkte · Idee 4: 4 Punkte · Idee 22: 3 Punkte

Wir verfolgen weiter

Idee 1 und 15 zusammen als „Nachwuchs-Trainer-Programm“ – Lisa Brunner fragt beim Landesverband nach Kursen und Förderung, bis 13. November.

Idee 4 – Martin Gruber fragt die U16 in einer Umfrage, ob Interesse besteht, bis 6. November.

Ideenspeicher

Turnier (22) – Thema bei der Jahresplanung im Jänner.

Tipps

So kommen gute Ideen aufs Papier.

Fragestellung als „Wie können wir …?“Eine offene Frage mit klarem Rahmen lenkt die Ideen, ohne sie einzuengen. „Was machen wir mit der Jugend?“ ist zu breit, „Jugendliche halten, ohne mehr Hallenzeit“ ist greifbar.
Sammeln und Bewerten trennenDiese Regel geht auf Alex F. Osborn zurück, der Brainstorming in den 1950er-Jahren bekannt gemacht hat. Wer während des Sammelns kommentiert, bremst vor allem die Stillen.
Jede Idee nummerierenMit Nummern lassen sich Cluster, Punkte und Entscheidungen eindeutig zuordnen. Das Protokoll bleibt kurz, weil eine Idee nur einmal ausgeschrieben wird.
Brainwriting für ruhige GruppenBei der 6-3-5-Methode schreiben sechs Personen je drei Ideen in fünf Minuten und reichen das Blatt weiter. Laute Personen dominieren dabei weniger, und das Protokoll entsteht gleich schriftlich.
Ideenspeicher statt MülleimerGute Ideen, die gerade nicht passen, kommen in einen Speicher mit Termin. So fühlt sich niemand übergangen, und die Idee ist beim nächsten Anlass sofort da.
Nicht mehr als zwei Ideen weiterverfolgenWer zehn Ideen „mitnimmt“, setzt keine um. Zwei mit klarem nächsten Schritt sind mehr wert als eine lange Liste guter Vorsätze.
Typische Fehler
  • Nur die bewerteten Gewinner-Ideen werden notiert
  • Ideen werden schon beim Sammeln zerredet
  • Fragestellung ist zu breit oder zu eng
  • Am Ende steht kein nächster Schritt mit Namen
  • Fotos vom Whiteboard ohne lesbare Zusammenfassung

Diese Vorlage dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung. Prüfe sie vor der Verwendung auf deinen Einzelfall.

Häufige Fragen
Was gehört in ein Brainstorming-Protokoll?

Die Fragestellung, alle gesammelten Ideen mit Nummer, die Cluster, das Ergebnis der Bewertung und welche Ideen wer bis wann weiterverfolgt. Bei Bedarf kommt ein Ideenspeicher für später dazu.

Was ist der Unterschied zum Workshop-Protokoll?

Ein Brainstorming ist meist eine einzelne kreative Phase. Das Workshop-Protokoll dokumentiert einen ganzen Workshop mit mehreren Arbeitsphasen – ein Brainstorming kann darin ein Block sein.

Wie viele Personen sind ideal?

Viele Moderator:innen arbeiten mit vier bis acht Personen. In größeren Gruppen helfen Kleingruppen oder Brainwriting, damit alle zu Wort kommen.

Kann ich ein Online-Brainstorming von noteit mitschreiben lassen?

Ja. noteit hält fest, was gesagt wurde, und schlägt eine Zusammenfassung vor. Nummerierung, Cluster und Punkte überträgst du am besten vom Whiteboard selbst – eine Zusammenfassung ersetzt die vollständige Ideenliste nicht.

Protokoll schreiben?
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