Mediation mit Mitschrift – aber nur, wenn alle Ja sagen.
In der Mediation zählt, dass sich beide Seiten gehört fühlen – nicht, dass jemand tippt. Sind alle Parteien einverstanden, schreibt noteit die Online-Sitzung mit und ordnet Themen, Interessen und Zwischenergebnisse. Sagt eine Seite Nein, bleibt es aus.
Was Mediator:innen zwischen den Sitzungen beschäftigt.
Wer bei der einen Partei eifrig notiert und bei der anderen nicht, wirkt parteiisch. Also schreibst du wenig mit – und rekonstruierst nach der Sitzung.
Zwischen zwei Terminen liegen Wochen. Welche Themen gesammelt, welche bearbeitet und welche vertagt wurden, muss zu Beginn der nächsten Sitzung stimmen – sonst fühlt sich eine Seite übergangen.
In der Lösungsphase fallen viele Ideen auf einmal. Welche davon die Parteien ernsthaft erwogen haben, entscheidet später darüber, was in die Abschlussvereinbarung kommt.
Themen, Interessen, Optionen – nach der Sitzung geordnet.
Nach der Sitzung liefert noteit eine Zusammenfassung: welche Themen auf dem Tisch liegen, was den Parteien jeweils wichtig ist, welche Optionen besprochen wurden und was bis zum nächsten Termin zu klären ist – etwa eine Auskunft der Steuerberaterin oder eine Bewertung.
Die Notiz ist dein Arbeitspapier, keine Vereinbarung. Was du den Parteien schickst, formulierst du selbst – neutral und gegengelesen.
- Beide Gesellschafter wollen den Betrieb erhalten, sind sich aber über die künftige Rolle von Herrn Bergers Sohn uneinig
- Herrn Gruber ist eine faire Abgeltung seiner Mehrarbeit der letzten zwei Jahre wichtig
- Gesammelte Option: Geschäftsführervergütung statt rein anteiliger Gewinnverteilung
- Zwischenvereinbarung: Die Gewinnverteilung bleibt bis zur Einigung wie bisher
- Aufstellung der eigenen Arbeitsstunden seit 2024 vorbereiten – Herr Gruber, bis nächste Sitzung
- Mit der Steuerberaterin klären, wie sich eine Geschäftsführervergütung auswirkt – beide Gesellschafter, bis 20. 11.
Vor Sitzung drei: „Was ist bei Gruber & Berger offen?“
Mit der Anbindung an Claude fragst du nach dem Verlauf eines Falls: Welche Themen sind geklärt, welche Optionen wurden verworfen, wer wollte bis wann etwas prüfen? Jeder Fall liegt in einem eigenen Ordner.
Wird nicht aufgenommen, sprichst du deine eigenen Gedanken nach der Sitzung ein – im Browser mit „Gespräch vor Ort“, nur über dein Mikrofon. Auch daraus wird eine geordnete Notiz.
Kein zusätzlicher Name in einem geschützten Raum.
Ein Notetaker-Bot in der Online-Mediation wäre ein Fremder am Tisch. noteit tritt dem Zoom- oder Teams-Call nicht bei, sondern nimmt auf deinem Rechner auf. Das Einverständnis holst du vorher ein – am besten schriftlich in der Mediationsvereinbarung und zu Beginn jeder Sitzung noch einmal mündlich.
Verschwiegenheit ist der Kern der Mediation.
Mediator:innen sind zur Verschwiegenheit verpflichtet – in Österreich etwa eingetragene Mediator:innen nach § 18 Zivilrechts-Mediations-Gesetz, in Deutschland nach § 4 Mediationsgesetz. Eine Aufnahme kommt nur in Frage, wenn alle Parteien ausdrücklich zustimmen, wissen, was mit dem Transkript passiert, und jederzeit Nein sagen können. Viele Mediator:innen verzichten bewusst darauf – auch das ist eine gute Entscheidung.
Technisch: Das Audio wird verschlüsselt übertragen, in der EU transkribiert und danach sofort gelöscht. Transkript und Zusammenfassung liegen in Frankfurt, Anthropic nutzt die Inhalte nicht zum Training. Einen Auftragsverarbeitungsvertrag gibt es auf Anfrage. Ob der Einsatz zu deinen Pflichten passt, prüfst du selbst – das ist keine Rechtsberatung.
So schützen wir deine GesprächeKlein anfangen, mitwachsen.
Starter ist für immer gratis. Pro und Team testest du 7 Tage kostenlos – monatlich kündbar.
Darf ich eine Mediationssitzung aufnehmen?
Nur mit Einverständnis aller Beteiligten – strafrechtlich relevant sind § 120 StGB in Österreich und § 201 StGB in Deutschland, dazu kommt deine Verschwiegenheitspflicht. Mehr im Ratgeber Einverständnis zur Aufnahme.
Was, wenn eine Partei nicht einverstanden ist?
Dann wird nicht aufgenommen, ohne Diskussion. Du kannst deine eigenen Beobachtungen nach der Sitzung einsprechen und daraus eine Notiz machen lassen.
Bekommen die Parteien das Transkript?
Nur, wenn du es ihnen gibst. Meist ist eine selbst formulierte, neutrale Zusammenfassung die bessere Wahl als der Wortlaut emotionaler Passagen.
Kann noteit die Parteien auseinanderhalten?
Deine Stimme ist sicher getrennt. Die Stimmen der Parteien trennt noteit automatisch und trägt Namen ein, wenn sie im Gespräch eindeutig werden – reden alle durcheinander, ist das weniger zuverlässig.
Eignet sich noteit für Mediationen im eigenen Raum?
Mit „Gespräch vor Ort“ im Browser nimmt das Mikrofon auf. Alle Stimmen liegen dann auf einer Spur, die Zuordnung ist unsicherer als im Call – und das Einverständnis aller gilt genauso.
Dein nächster Call
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