Betriebsratsarbeit protokollieren – mit klaren Grenzen.
Verhandlung mit der Geschäftsführung über eine Betriebsvereinbarung, Abstimmung mit der Gewerkschaft, Rückfragen an einen Sachverständigen: Vieles läuft heute per Video. noteit hilft dort beim Protokoll – und sagt dir offen, wo du besser nicht aufnimmst.
Wo im Betriebsrat das Protokoll zur Last wird.
In der Verhandlung über die Gleitzeitregelung willst du argumentieren, nicht tippen. Und hinterher heißt es aus der Personalabteilung, dieses Zugeständnis sei so nie gemacht worden.
Viele Mitglieder machen die Betriebsratsarbeit zusätzlich zum eigentlichen Job. Die Reinschrift bleibt am Abend liegen – und die Belegschaft wartet auf Information.
„Wir schauen uns die Schichtzulagen bis zum Sommer an“ – gesagt im Gespräch mit dem Betriebsrat. Ohne Notiz ist die Zusage im Sommer wieder Verhandlungssache.
Für Gespräche mit Geschäftsführung, Gewerkschaft und Berater:innen.
Bei Videocalls mit der Geschäftsführung, mit der Gewerkschaft, mit Anwält:innen oder Sachverständigen schreibt noteit mit, wenn alle Beteiligten einverstanden sind. Danach liegt eine Zusammenfassung bereit: Positionen, Zusagen, offene Fragen, To-dos.
Die Niederschrift eurer Betriebsratssitzungen ersetzt das nicht. Die schreibt weiterhin die Schriftführung – warum Sitzungen eine Sonderstellung haben, steht weiter unten.
- Geschäftsführung bietet Kernzeit 9–14 Uhr statt bisher 8–15 Uhr an
- Betriebsrat fordert einen Übertrag von bis zu 40 Plusstunden ins nächste Quartal, die Geschäftsführung bietet 20
- Schichtbetrieb im Lager bleibt von der Regelung ausgenommen
- Kernzeit 9–14 Uhr ist Konsens
- Zeiterfassung bleibt beim bestehenden System
- Entwurf der Betriebsvereinbarung mit neuer Kernzeit überarbeiten – Personalabteilung, bis 6. 12.
- Einschätzung der Gewerkschaft zum Stundenübertrag einholen – BR-Vorsitzende, bis KW 49
- Belegschaft über den Verhandlungsstand informieren – Betriebsrat, bis nach der nächsten Sitzung
„Was hat die Geschäftsführung zur Schichtzulage gesagt?“
Ordne Gespräche einem Thema zu – etwa „Betriebsvereinbarung Gleitzeit“ oder „Umstrukturierung Lager“. Mit der Anbindung an Claude fragst du dann über alle Termine hinweg, welche Zusagen es gab und was seit Monaten offen ist.
Gerade bei langen Verhandlungen oder nach einer Neuwahl hilft das neuen Mitgliedern, schnell im Bild zu sein.
Kein Bot – aber auch nichts heimlich.
noteit nimmt auf deinem Rechner auf und tritt dem Call nicht bei. Gerade weil das niemand sieht, gehört dein Hinweis an den Anfang: Wird mitgeschrieben, ist das für alle in Ordnung?
Das Audio wird nach der Transkription gelöscht, Transkripte und Zusammenfassungen liegen in Frankfurt.
Sitzungen sind kein Fall für Aufnahmen.
In Deutschland ist es ausdrücklich geregelt: Für Betriebsratssitzungen per Video- oder Telefonkonferenz bestimmt § 30 Abs. 2 BetrVG, dass eine Aufzeichnung der Sitzung unzulässig ist; die Niederschrift nach § 34 BetrVG enthält mindestens den Wortlaut der Beschlüsse und die Stimmenmehrheit. In Österreich führt nach § 14 der Betriebsrats-Geschäftsordnung 1974 die Schriftführung eine Niederschrift, die alle anwesenden Mitglieder unterfertigen. Unsere Empfehlung für beide Länder: Sitzungen nicht aufnehmen, die Niederschrift wie gewohnt führen. Das ist keine Rechtsberatung.
Beratungsgespräche mit Kolleg:innen sind besonders vertraulich – oft geht es um Gesundheit, Konflikte oder eine drohende Kündigung. Nimm sie nur auf, wenn die Person das ausdrücklich möchte. Technisch: Audio verschlüsselt übertragen, in der EU transkribiert und danach gelöscht; Transkripte und Zusammenfassungen liegen in Frankfurt.
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Darf der Betriebsrat seine Sitzungen mit noteit aufnehmen?
In Deutschland ist die Aufzeichnung von Sitzungen per Video- oder Telefonkonferenz nach § 30 Abs. 2 BetrVG unzulässig. Auch in Österreich raten wir davon ab – die Niederschrift schreibt die Schriftführung. Das ist keine Rechtsberatung.
Wofür ist noteit im Betriebsrat dann sinnvoll?
Für Videocalls mit der Geschäftsführung, Verhandlungsrunden zu Betriebsvereinbarungen und Abstimmungen mit Gewerkschaft, Anwält:innen oder Sachverständigen – jeweils mit Einverständnis aller Beteiligten.
Kann der Arbeitgeber unsere Protokolle sehen?
Deine Meetings liegen in deinem Konto, sehen kann sie nur, mit wem du sie teilst. Für die Betriebsratsarbeit empfiehlt sich ein eigenes Konto statt eines Team-Kontos des Unternehmens.
Wie protokollieren wir Sitzungen am besten?
Mit einer klaren Struktur: Anwesenheit, Tagesordnung, Beschlüsse im Wortlaut, Abstimmungsergebnis. Hilfe gibt die Vorlage Betriebsratssitzung.
Was gilt, wenn das Unternehmen noteit einführen will?
Dann sitzt ihr auf der anderen Seite des Tisches: In Österreich können § 96 und § 96a ArbVG greifen, in Deutschland § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. Einen Überblick gibt der Ratgeber KI-Tools und Betriebsrat.
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