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Feedbackgespräch: Vorlage für Rückmeldung in beide Richtungen.

Ein Feedbackgespräch ist kein Jahresgespräch im Kleinformat, sondern eine zeitnahe Rückmeldung zu einer konkreten Situation. Die Vorlage sorgt dafür, dass beide Seiten zu Wort kommen und am Ende etwas Greifbares vereinbart ist.

Feedbackgespräch
FEEDBACKGESPRÄCH

RAHMENDATEN
Gesprächspartner:innen: … und …
Datum / Ort / Tool: …
Anlass (konkrete Situation): …
Wer hat um das Gespräch gebeten: …

EINSTIEG
Was die Person selbst über die Situation denkt (zuerst fragen): …

FEEDBACK – WAS GUT FUNKTIONIERT HAT
Situation: …
Beobachtetes Verhalten: …
Wirkung (auf Kund:innen, Team, Ergebnis): …

FEEDBACK – WAS ANDERS LAUFEN SOLLTE
Situation: …
Beobachtetes Verhalten: …
Wirkung: …
Wunsch für das nächste Mal: …

SICHT DER ANDEREN SEITE
Reaktion, Hintergründe, Ergänzungen: …
Was die Person von der Führungskraft / vom Team braucht: …

FEEDBACK AN DIE FÜHRUNGSKRAFT (OPTIONAL)
Was hilft: …
Was hindert: …

VEREINBARUNGEN
[ ] Aufgabe – wer – bis wann
[ ] Aufgabe – wer – bis wann
Kurzer Rückblick am: …
Wann du sie brauchst
  • Nach einem Projekt, einer Präsentation oder einem wichtigen Kundentermin
  • Wenn dir etwas aufgefallen ist – positiv oder kritisch – und es noch frisch ist
  • Regelmäßige Rückmeldung zwischen den Jahresgesprächen, etwa im 1:1
  • Wenn die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter selbst um Rückmeldung bittet
  • Feedback an die Führungskraft, das ausdrücklich erwünscht ist
Lieber gar nicht mehr tippen?

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Ausgefülltes Beispiel

Lob mit Begründung, Kritik mit Wunsch.

Erfundenes Beispiel aus einer Werbeagentur, eine Woche nach einer Kundenpräsentation. Beide Seiten geben Rückmeldung, und jede Rückmeldung hängt an einer konkreten Situation.

Feedbackgespräch · Lea Hofer, Projektleitung · Kampagne Bäckerei Moser
Rahmendaten

Studio Leitner · Lea Hofer und Martin Leitner (Geschäftsführung) · 14. Oktober, 20 Minuten · Anlass: Präsentation der Frühjahrskampagne am 7. Oktober

Einstieg

Lea: Präsentation lief gut, aber die Budgetfrage am Schluss hat sie kalt erwischt.

Was gut funktioniert hat

Lea hat die drei Entwürfe mit je einem Satz zum Ziel der Kundin eingeleitet. Herr Moser hat danach ohne Rückfrage den zweiten Entwurf gewählt – das hat uns eine Korrekturrunde gespart.

Was anders laufen sollte

Auf die Frage nach den Kosten für Plakate kam „klär ich nach“. Wirkung: Herr Moser hat die Freigabe vertagt.

Wunsch: Bei Präsentationen eine Kostenübersicht als Reserve-Folie dabeihaben.

Sicht von Lea

Die Druckpreise kamen erst am Vortag, sie wollte keine ungeprüften Zahlen nennen.

Braucht: Angebote von Druckereien mindestens drei Tage vor Kundenterminen.

Feedback an Martin

Hilft: dass er bei Präsentationen nicht eingreift. Hindert: Freigaben für Angebote kommen oft erst abends.

Vereinbarungen

Lea Hofer legt eine Vorlage für die Kosten-Reserve-Folie an – bis 21. Oktober.

Martin Leitner gibt Druckangebote spätestens drei Werktage vor Kundenterminen frei – ab sofort.

Kurzer Rückblick nach der nächsten Präsentation.

Tipps

Feedback, das ankommt.

Zeitnah statt gesammeltFeedback wirkt am besten innerhalb weniger Tage. Wer drei Monate lang Beobachtungen sammelt und dann alles auf einmal bringt, erzeugt Abwehr statt Lernen.
Situation – Verhalten – WirkungBeschreib, wann es war, was genau passiert ist und was es ausgelöst hat. „Bei der Präsentation am Dienstag …“ lässt sich besprechen, „du bist oft unvorbereitet“ nicht.
Erst fragen, dann sagenLass die Person zuerst selbst einschätzen, wie es gelaufen ist. Oft nennt sie den kritischen Punkt von sich aus – dann redet ihr gleich über Lösungen.
Lob ist auch FeedbackPositives Feedback braucht dieselbe Genauigkeit wie Kritik. „Super gemacht“ freut kurz, „deine Einleitung hat dem Kunden die Entscheidung leicht gemacht“ zeigt, was sich lohnt zu wiederholen.
Keine Sandwich-TaktikKritik zwischen zwei Komplimente zu packen, durchschauen die meisten. Trenn Lob und Kritik sauber, dann wird beides ernst genommen.
Notizen gehören beidenDie Notiz ist eine Arbeitshilfe, keine Akte. Schick sie der Person, frag, ob sie etwas ergänzen will, und leg sie nicht ungefragt in den Personalakt. Mitschnitte oder automatische Protokolle nur mit ausdrücklichem Ja beider Seiten.
Typische Fehler
  • Feedback zu Charakter oder Einstellung statt zu einer Situation
  • Nur die Führungskraft redet, die Sicht der anderen Seite fehlt
  • Kritik vor anderen statt unter vier Augen
  • Kein Wunsch formuliert – die Person weiß nicht, was sie anders machen soll
  • Vereinbarungen nur für die Mitarbeiterin, keine für die Führungskraft

Diese Vorlage dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung. Prüfe sie vor der Verwendung auf deinen Einzelfall.

Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Feedbackgespräch und Mitarbeitergespräch?

Das Feedbackgespräch bezieht sich auf eine konkrete Situation und findet zeitnah statt. Das Mitarbeitergespräch blickt auf ein ganzes Jahr zurück und legt Ziele und Entwicklung fest.

Wie lange sollte ein Feedbackgespräch dauern?

Meist reichen 15 bis 30 Minuten. Geht es um mehrere Themen oder um ein ernstes Problem, ist ein eigenes Kritikgespräch der bessere Rahmen.

Muss ein Feedbackgespräch dokumentiert werden?

Eine Pflicht gibt es dafür in der Regel nicht. Eine kurze Notiz mit den Vereinbarungen hilft aber beiden, beim nächsten Mal daran anzuknüpfen.

Darf die Mitarbeiterin auch der Führungskraft Feedback geben?

Ja, und das sollte sie auch. Frag ausdrücklich danach – von sich aus sagen die wenigsten ihrer Chefin oder ihrem Chef, was sie bremst.

Protokoll schreiben?
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