Entwicklungsgespräch: Vorlage für den nächsten beruflichen Schritt.
Im Entwicklungsgespräch geht es nicht darum, wie gut das letzte Jahr war, sondern wohin es weitergehen soll. Die Vorlage lässt bewusst die Bewertung weg und konzentriert sich auf Interessen, Perspektiven und konkrete Lernschritte – mit Zusagen von beiden Seiten.
ENTWICKLUNGSGESPRÄCH RAHMENDATEN Mitarbeiter:in: … Funktion / Team / im Unternehmen seit: … Führungskraft: … Datum: … Auf Wunsch dabei (z. B. Betriebsrat, HR): … WO STEHST DU? Was macht dir an der Arbeit am meisten Freude: … Was kostet Energie: … Stärken – Sicht Mitarbeiter:in: … Stärken – Sicht Führungskraft (mit Beispiel): … WOHIN WILLST DU? In einem Jahr: … In drei Jahren: … Richtung: [ ] Fachlich vertiefen [ ] Führung [ ] Projekt / Spezialrolle [ ] Wechsel in anderen Bereich [ ] bewusst bleiben, wie es ist WAS IST IM UNTERNEHMEN MÖGLICH? Passende Aufgaben, Rollen, Projekte: … Was realistisch ist – und was nicht: … LERNSCHRITTE Im Job (neue Aufgabe, Projekt, Vertretung): … Mit anderen (Mentoring, Mitlaufen, Austausch): … Weiterbildung / Kurs: … · Kosten: … · Arbeitszeit: … Rückzahlungsvereinbarung nötig: [ ] nein [ ] ja – schriftlich vor Beginn VEREINBARUNGEN [ ] Schritt – wer – bis wann [ ] Schritt – wer – bis wann Zwischenstand am: … ABSCHLUSS Notiz erhalten – Mitarbeiter:in: … / Führungskraft: … Ablage nach interner Regelung bzw. Betriebsvereinbarung.
- Einmal im Jahr, zeitlich getrennt vom Beurteilungs- oder Gehaltsgespräch
- Wenn jemand mehr Verantwortung oder eine neue Rolle anstrebt
- Vor einer größeren Weiterbildung, die das Unternehmen unterstützen soll
- Nach einigen Jahren in derselben Rolle, wenn die Luft draußen ist
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Vom Gesellen zur Meisterprüfung.
Erfundenes Beispiel aus einer Tischlerei in Österreich. Der Geselle möchte die Meisterprüfung machen, der Betrieb sucht langfristig eine Werkstattleitung. Beide Seiten sagen etwas zu – und die Kostenfrage ist sauber geklärt.
Tischlerei Huber · im Betrieb seit 6 Jahren · Führungskraft: Christian Huber · 13. Oktober
Freude: Kundentermine vor Ort und Aufmaß, Sonderanfertigungen.
Energie kostet: Serienfertigung an der CNC über mehrere Tage.
Stärke laut Christian Huber: Küche Familie Gruber – Kundin hat nach dem Aufmaß nur noch eine Änderung gewünscht.
In einem Jahr: Meisterprüfung begonnen. In drei Jahren: Werkstattleitung mit zwei bis drei Leuten.
Richtung: Führung.
Werkstattleiter Herbert Moser geht in drei Jahren in Pension – Nachfolge offen, Zusage heute nicht möglich, Lukas ist aber ausdrücklich im Gespräch.
Im Job: ab Jänner Arbeitsplanung für die Werkstatt einmal pro Woche gemeinsam mit Herbert Moser.
Mit anderen: Lehrlingsausbildung für den Lehrling im zweiten Lehrjahr mitübernehmen.
Weiterbildung: Vorbereitungskurs Meisterprüfung, berufsbegleitend ab Februar. Der Betrieb übernimmt die Kursgebühr und gibt 5 Freitage pro Semester frei.
Rückzahlung: schriftliche Vereinbarung vor Kursbeginn, aliquot über drei Jahre.
Lukas Berger meldet sich für den Kurs an und schickt die Kosten – bis 15. November.
Christian Huber lässt die Rückzahlungsvereinbarung vorbereiten und bespricht sie mit Lukas – bis 15. Dezember.
Herbert Moser plant die gemeinsamen Planungstermine ab Jänner ein.
Zwischenstand: Ende Juni.
Damit aus Wünschen Schritte werden.
- Entwicklungsgespräch und Leistungsbeurteilung in einem Termin
- Nur Kurse vereinbart, keine Aufgaben im Alltag
- Versprechen zu Beförderung oder Gehalt, die niemand halten kann
- Rückzahlung der Weiterbildung erst nachträglich und mündlich vereinbart
- Zusagen der Führungskraft stehen nicht im Protokoll
Die Hinweise auf dieser Seite geben einen allgemeinen Überblick und ersetzen keine Rechtsberatung. Was für dich gilt, regeln Gesetz, Statuten bzw. Satzung oder Vertrag im Einzelfall.
Was ist der Unterschied zwischen Entwicklungsgespräch und Mitarbeitergespräch?
Das Mitarbeitergespräch blickt meist zurück und bewertet Ziele und Zusammenarbeit. Das Entwicklungsgespräch schaut nur nach vorn: Interessen, Perspektiven, Lernschritte. Viele Unternehmen kombinieren beides – getrennt funktioniert es oft besser.
Wie oft sollte ein Entwicklungsgespräch stattfinden?
Einmal im Jahr ist üblich, mit einem kurzen Zwischenstand nach etwa sechs Monaten. Bei größeren Veränderungen, etwa nach einer Umstrukturierung, auch zusätzlich.
Welche Fragen passen ins Entwicklungsgespräch?
Etwa: Was macht dir am meisten Freude? Wo siehst du dich in drei Jahren? Was willst du lernen? Was brauchst du dafür von mir? Wichtig ist, dass die Mitarbeiterin mehr redet als die Führungskraft.
Muss das Unternehmen eine Weiterbildung bezahlen?
Eine allgemeine Pflicht gibt es in der Regel nicht; Ausnahmen können sich aus Gesetz, Kollektiv- bzw. Tarifvertrag oder Vertrag ergeben, etwa bei verpflichtenden Schulungen. Was vereinbart wird, gehört schriftlich ins Protokoll. Das ist keine Rechtsberatung.
Protokoll schreiben?
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