Vergleich · Stand Oktober 2026

Krisp oder noteit: Klarer Ton im Call oder klares Protokoll danach?

Krisp ist vor allem für seine Rauschunterdrückung bekannt und bietet inzwischen einen KI-Meeting-Assistenten mit Transkript und Notizen dazu. noteit kümmert sich nicht um den Ton im Call, sondern um das Protokoll danach – für Gespräche auf Deutsch, gespeichert in Frankfurt.

Auf einen Blick
  • Rauschunterdrückung: Krisp filtert Hintergrundgeräusche, fremde Stimmen und Echo in beide Richtungen und bietet Akzent-Umwandlung. noteit hat keine solche Funktion.
  • Aufnahme: Krisp nimmt ohne Bot am Rechner auf und kann auf Wunsch einen Bot schicken. noteit nimmt immer ohne Bot auf.
  • Geräte: Krisp hat Desktop-Apps für Windows und macOS sowie Apps fürs Smartphone. noteit läuft auf Windows, Mac und im Browser.
  • Daten: Laut Sicherheitsseite liegen alle Krisp-Daten auf Servern in den USA. noteit speichert in Frankfurt und löscht das Audio nach der Transkription.
  • Sprachen: Krisp transkribiert und fasst unter anderem Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch zusammen. noteit transkribiert nur Deutsch.
Im Vergleich

Krisp und noteit im direkten Vergleich

Die Angaben zu Krisp stammen von der Preisseite, der Seite zum AI Meeting Assistant und der Sicherheitsseite von Krisp. Krisp bietet auch Produkte für Callcenter und Entwickler an – verglichen wird hier nur der Meeting-Assistent.

Krispnoteit
Rauschunterdrückung und TonUnbegrenzte Rauschunterdrückung für ein- und ausgehenden Ton, Akzent-Umwandlung (Core 1 Std. pro Tag)Keine Rauschunterdrückung; nimmt Mikrofon und Ton des Gegenübers als zwei getrennte Spuren auf
Aufnahme im MeetingOhne Bot am Rechner in jeder Konferenz-App, optional mit Bot; Audio- und Videoaufnahme, Gespräche vor OrtImmer ohne Bot: Aufnahme am eigenen Rechner (Windows, Mac) oder im Browser; nur Audio
GeräteDesktop-Apps für Windows und macOS, Mobil-AppsDesktop-App für Windows und Mac, Browser; keine App fürs Smartphone
Transkriptionssprachen16+ Sprachen, darunter Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch und SpanischNur Deutsch – Dialekte und österreichisches Deutsch funktionieren gut
SpeicherortLaut Sicherheitsseite Server in den USA (AWS), Zusammenfassungen über Microsoft Azure; Enterprise mit Wahl des RechenzentrumsTranskript und Zusammenfassung in Frankfurt; Audio wird nach der Transkription gelöscht
IntegrationenIntegrationen und Webhooks, MCP für Claude, ChatGPT und Cursor; Salesforce und ConnectWise ab AdvancedKeine CRM-Integrationen; Anbindung an Claude über MCP, Zusammenfassung kopieren
Kostenloser Einstieg7 Tage alle Funktionen testen, ohne Kreditkarte; Kalender-Verbindung bei der Anmeldung standardmäßig vorgesehenStarter dauerhaft kostenlos mit 3 Stunden pro Monat; 7 Tage Pro testen ohne Kreditkarte
BezahlpläneCore 8 $, Advanced 15 $ pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung; monatlich 16 $ bzw. 30 $ (laut Website, Stand Oktober 2026)Pro 14 € pro Monat oder 120 € pro Jahr; Team 24 € pro Person und Monat (19 € bei jährlicher Zahlung)

Angaben zu Krisp laut öffentlicher Website, Stand Oktober 2026. Preise und Funktionen können sich ändern.

Zwei Werkzeuge für zwei verschiedene Probleme

Krisp löst zuerst ein Ton-Problem: Laut Website entfernt die Software Hintergrundgeräusche, fremde Stimmen und Echo aus dem Ton, den du sendest, und aus dem, den du hörst. Dazu kommt eine Akzent-Umwandlung, die Sprache in Echtzeit verständlicher machen soll. Das ist vor allem dann nützlich, wenn du im Großraumbüro, im Homeoffice mit Baustelle nebenan oder im Zug telefonierst. Rauschunterdrückung steckt laut Preisseite in jedem Krisp-Plan.

noteit löst ein Dokumentations-Problem: Nach dem Call soll feststehen, was besprochen, entschieden und vereinbart wurde. Den Ton im Gespräch verändert noteit nicht – ein gutes Headset und ein ruhiger Raum helfen aber auch der Transkription. Wie du die Tonqualität deiner Calls auch ohne Software verbesserst, steht im Ratgeber Gute Audioqualität im Call.

KI-Notizen: was Krisp mitbringt und was noteit anders macht

Der Meeting-Assistent von Krisp nimmt laut Website ohne Bot in jeder Konferenz-App auf, kann aber auch einen Bot schicken, wenn du selbst nicht teilnehmen kannst. Er erstellt Transkript, Zusammenfassung und Action Items, nimmt auf Wunsch auch Video auf und funktioniert für Gespräche vor Ort. Bei der Anmeldung sieht Krisp standardmäßig eine Verbindung mit dem Google- oder Outlook-Kalender vor; ohne Kalender-Berechtigungen geht es laut Preisseite ebenfalls.

noteit nimmt nur Ton auf, dafür als zwei getrennte Spuren – dein Mikrofon und das Gegenüber –, was die Sprecher-Zuordnung klar macht. Die Zusammenfassung schreibt Claude von Anthropic: Stichpunkte, Entscheidungen, offene Fragen und To-dos mit Verantwortlichen und Fristen. Meetings landen automatisch im richtigen Kunden-Ordner, und mit dem Wörterbuch stimmen Namen wie „Firma Gruber Haustechnik“ in jedem Transkript (Pro).

Wo die Daten liegen

Krisp schreibt auf seiner Sicherheitsseite zum Meeting-Assistenten, dass alle Daten auf Servern in den USA liegen und das Backend vollständig bei Amazon Web Services läuft; Zusammenfassungen entstehen über Microsoft Azure. Regionale Speicheroptionen gibt es laut dieser Seite derzeit nicht, die Preisseite nennt für Enterprise allerdings eine Wahl des Rechenzentrums. Meeting-Daten nutzt Krisp laut Preisseite nicht zum Training eigener Modelle.

Bei noteit liegen Transkript und Zusammenfassung in Frankfurt. Das Audio wird verschlüsselt übertragen, im EU-Rechenzentrum von Deepgram transkribiert und danach gelöscht. Was bei KI-Transkription datenschutzrechtlich zu beachten ist, erklärt der Ratgeber KI-Transkription und DSGVO.

Sprachen und Preise

Krisp nennt auf der Preisseite Transkripte und Zusammenfassungen in 16 und mehr Transkriptionssprachen, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. noteit transkribiert nur Deutsch, kommt aber gut mit Dialekten und österreichischem Deutsch zurecht.

Krisp Core kostet 8 $ pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung, monatlich 16 $; Advanced 15 $ bzw. 30 $. Für den Meeting-Assistenten nennt die Preisseite keinen dauerhaft kostenlosen Plan, sondern einen 7-tägigen Test ohne Kreditkarte. noteit Starter bleibt kostenlos mit 3 Stunden im Monat, Pro kostet 14 € pro Monat oder 120 € pro Jahr. Mehr unter Preise.

Krisp passt, wenn …
  • du vor allem Hintergrundgeräusche, Echo und fremde Stimmen aus deinen Calls entfernen willst
  • du Akzent-Umwandlung oder Meetings in Englisch und anderen Sprachen brauchst
  • du Notizen auch am Smartphone aufnehmen oder Meetings als Video speichern willst
  • ein Bot an Meetings teilnehmen soll, bei denen du selbst nicht dabei bist
noteit passt, wenn …
  • deine Gespräche auf Deutsch laufen und du ein vollständiges Protokoll mit Entscheidungen und To-dos willst
  • dir Speicherung in Frankfurt wichtig ist und das Audio nach der Transkription gelöscht werden soll
  • du Meetings nach Kunden ordnen und die Historie über Claude abfragen willst
  • du einen dauerhaft kostenlosen Einstieg suchst, um das Protokoll erst einmal auszuprobieren
Häufige Fragen
Ist Krisp ein Meeting-Bot?

Nicht in erster Linie. Laut Website nimmt Krisp ohne Bot am Rechner auf und kann zusätzlich einen Bot schicken, wenn du an einem Meeting nicht teilnehmen kannst.

Hat noteit eine Rauschunterdrückung wie Krisp?

Nein. noteit verändert den Ton im Call nicht, sondern nimmt Mikrofon und Gegenüber getrennt auf und erstellt daraus Transkript und Protokoll.

Wo speichert Krisp die Meeting-Daten?

Laut Sicherheitsseite auf Servern in den USA, das Backend läuft bei Amazon Web Services. Für Enterprise nennt die Preisseite eine Wahl des Rechenzentrums (Stand Oktober 2026).

Was kostet Krisp im Vergleich zu noteit?

Krisp Core kostet laut Website 8 $ pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung oder 16 $ monatlich (Stand Oktober 2026). noteit Pro kostet 14 € pro Monat oder 120 € pro Jahr, Starter ist kostenlos.

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